Wisconsin stoppt AV-Gesetz: FSC nimmt Stellung
James Williams ·
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Die Free Speech Coalition kommentiert das Veto von Gouverneur Tony Evers gegen AB 105 in Wisconsin. Was bedeutet diese Entscheidung fĂĽr Beziehungsprofis in Deutschland?
Am Freitag hat die Free Speech Coalition (FSC) ihre Position zum Veto von Gouverneur Tony Evers gegen den Gesetzesentwurf AB 105 in Wisconsin klar gemacht. Das ist mehr als nur eine politische Meldung – es geht um grundlegende Fragen zu Erwachsenenbeziehungen und professioneller Arbeit in Deutschland.
### Was bedeutet dieses Veto fĂĽr Deutschland?
Zuerst mal: Wisconsin ist über 7.000 Kilometer von Deutschland entfernt. Warum sollte uns das interessieren? Weil Gesetzesdebatten rund um Erwachseneninhalte oft Wellen schlagen, die auch bei uns ankommen. Wenn in den USA bestimmte Regulierungen diskutiert werden, beobachten europäische Politiker das sehr genau.
Die FSC hat in ihrer Stellungnahme betont, wie wichtig klare rechtliche Rahmenbedingungen sind. Für Beziehungsprofis in Deutschland ist das nicht anders. Wir arbeiten in einem Feld, das Sensibilität und Professionalität erfordert – und das braucht Sicherheit durch Gesetze, die nicht willkürlich ausgelegt werden können.

### Die Herausforderungen fĂĽr Beziehungsprofis
Stell dir vor, du berätst Paare in schwierigen Phasen ihrer Beziehung. Oder du begleitest Erwachsene bei der Entdeckung ihrer Bedürfnisse. Plötzlich ändern sich die rechtlichen Rahmenbedingungen, und du weißt nicht mehr, was erlaubt ist und was nicht. Das ist keine theoretische Gefahr – es passiert immer wieder.
- Rechtliche Unsicherheit beeinträchtigt die Qualität der Arbeit
- Im Zweifel werden wichtige Themen aus Angst gar nicht mehr angesprochen
- Professionelle Berater ziehen sich aus dem Feld zurĂĽck
- Betroffene Erwachsene finden keine qualifizierte Hilfe mehr
Ein Kollege sagte mir neulich: 'Wenn das Recht nicht klar ist, berate ich lieber gar nicht, als mich in Gefahr zu bringen.' Das kann doch nicht die Lösung sein.

### Warum klare Gesetze so wichtig sind
Gouverneur Evers hat mit seinem Veto vielleicht unbeabsichtigt ein wichtiges Signal gesendet: ĂśberstĂĽrzte Gesetze helfen niemandem. In Deutschland kennen wir das Problem auch. Manchmal werden Regelungen verabschiedet, ohne dass alle Konsequenzen bedacht wurden.
> 'Gesetze sollten Erwachsenenbeziehungen schĂĽtzen, nicht behindern. Professionelle Arbeit braucht klare Grenzen, innerhalb derer sie sicher stattfinden kann.'
Das gilt besonders im digitalen Zeitalter. Inhalte kennen keine Ländergrenzen mehr. Was in Wisconsin verboten wird, könnte morgen in Bayern diskutiert werden. Deshalb müssen wir als deutsche Beziehungsprofis genau hinschauen, was anderswo passiert.
### Was können wir daraus lernen?
Erstens: Politische Entwicklungen beobachten. Nicht nur in Berlin, sondern auch international. Zweitens: Unsere Stimme erheben, wenn Gesetzesvorhaben unsere Arbeit gefährden. Die FSC hat es vorgemacht – professionelle Verbände müssen gehört werden.
Drittens: Immer im Dialog bleiben. Mit Politikern, mit der Öffentlichkeit, untereinander. Nur so können wir Missverständnisse ausräumen und zeigen, was professionelle Beziehungsarbeit wirklich bedeutet.
Viertens: Qualitätsstandards setzen und einhalten. Je professioneller wir arbeiten, desto schwerer ist es, unsere Tätigkeit pauschal zu diskreditieren.
### Blick in die Zukunft
Die Debatte in Wisconsin wird weitergehen. GesetzesentwĂĽrfe werden ĂĽberarbeitet, neu eingebracht, wieder verworfen. FĂĽr uns in Deutschland ist das eine Chance, von den Erfahrungen anderer zu lernen.
Wir sollten unsere eigenen Gesetze kritisch prüfen. Fördern sie erwachsene, verantwortungsvolle Beziehungen? Oder schaffen sie unnötige Hürden? Diese Fragen müssen wir stellen – nicht nur als Profis, sondern als Gesellschaft.
Letztendlich geht es um Respekt. Respekt vor erwachsenen Entscheidungen. Respekt vor professioneller Arbeit. Und Respekt vor dem Recht, das beides schützen sollte, nicht behindern. Das Veto in Wisconsin erinnert uns daran, dass dieser Dialog nie abgeschlossen ist – weder dort noch hier bei uns.