MLNP wehrt sich gegen Vorwürfe der Gesetzesverstöße

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MLNP wehrt sich gegen Vorwürfe der Gesetzesverstöße

Cindy Gallop, Gründerin von MakeLoveNotPorn, wehrt sich gegen Vorwürfe, ihre Plattform verstoße gegen das britische Online-Sicherheitsgesetz. Sie betont, dass MLNP bereits vor dem Gesetz hohe Standards bei der Altersverifikation angewandt habe.

Cindy Gallop, Gründerin und CEO der Plattform MakeLoveNotPorn (MLNP), hat Vorwürfe zurückgewiesen, ihr Unternehmen verstoße gegen das britische Online-Sicherheitsgesetz. Hintergrund sind Behauptungen, dass die Seite Minderjährigen ohne ausreichende Altersverifikation Zugang zu altersbeschränkten Inhalten gewähre. ### Was ist MakeLoveNotPorn? MakeLoveNotPorn ist keine typische Pornoseite. Sie positioniert sich als "echte" Alternative zur Mainstream-Pornografie. Der Fokus liegt auf einvernehmlichen, realitätsnahen Darstellungen von Sexualität. Gallop betont, dass MLNP bewusst auf eine sichere Umgebung für Erwachsene setzt. ### Der Vorwurf der Gesetzesverstöße Die Kritik entzündete sich an der Frage, ob MLNP ausreichende Altersverifikationssysteme einsetzt. Das britische Online-Sicherheitsgesetz verlangt von Plattformen mit potenziell schädlichen Inhalten strenge Maßnahmen zum Schutz von Minderjährigen. Gallop kontert, dass ihr Unternehmen bereits vor dem Gesetz freiwillig hohe Standards angewandt habe. - Altersverifikation durch Drittanbieter - Keine automatische Wiedergabe von Inhalten - Transparente Community-Richtlinien „Wir haben nie darauf gewartet, dass ein Gesetz uns sagt, wie wir verantwortungsvoll handeln sollen“, so Gallop in einer Stellungnahme. Sie verweist auf die proaktive Haltung ihres Teams. ### Warum das Thema relevant ist Der Streit zeigt, wie schwer es für Nischenplattformen ist, mit pauschalen Regulierungen umzugehen. Während große Konzerne oft über Ressourcen für Compliance-Teams verfügen, müssen kleinere Anbieter wie MLNP kreative Lösungen finden. Gallop argumentiert, dass ihr Modell der "echten" Sexualaufklärung gerade für Erwachsene wertvoll sei – aber eben nicht für Jugendliche bestimmt. > „Unser Ziel ist es, eine verantwortungsvolle Alternative zu bieten – nicht, Kinder zu gefährden.“ – Cindy Gallop Die Diskussion um Altersverifikation ist in Deutschland ebenfalls präsent. Hierzulande gelten ähnliche Regelungen, etwa durch den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag. Plattformen müssen sicherstellen, dass nur volljährige Nutzer auf bestimmte Inhalte zugreifen. ### Fazit: Ein Balanceakt zwischen Freiheit und Schutz MakeLoveNotPorn steht exemplarisch für den Spagat zwischen künstlerischer Freiheit und gesetzlichen Auflagen. Gallops klare Absage an die Vorwürfe zeigt, dass sie bereit ist, für ihr Konzept zu kämpfen. Ob die britische Aufsichtsbehörde dies genauso sieht, bleibt abzuwarten. Klar ist: Die Debatte um altersgerechte Inhalte wird uns noch länger beschäftigen.