FTC warnt vor KI-Entkleidungs-Apps: 12 Firmen im Visier

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Die US-amerikanische FTC mahnt 12 Unternehmen ab, die KI-Apps betreiben, die Personen ohne Einwilligung nackt darstellen. Ein wichtiger Schritt gegen Missbrauch und für mehr Datenschutz.

Die US-amerikanische Handelsbehörde FTC hat ein klares Zeichen gesetzt. Sie hat 12 Unternehmen abgemahnt, die sogenannte "Nudify"-KI-Plattformen betreiben. Diese Apps nutzen künstliche Intelligenz, um Bilder von Personen zu manipulieren und sie nackt darzustellen – ohne deren Einwilligung. Das ist nicht nur ein Problem in den USA. Auch in Deutschland und Europa wächst die Sorge vor solchen Technologien. Denn die Opfer sind oft Frauen und Mädchen, deren Bilder ohne ihr Wissen missbraucht werden. ### Was genau sind Nudify-Apps? Diese Apps funktionieren meist ähnlich. Du lädst ein Foto einer Person hoch, und die KI generiert ein neues Bild, auf dem die Person nackt erscheint. Klingt harmlos? Ist es aber nicht. - Die Technologie basiert auf generativen KI-Modellen - Sie wird oft für Rachepornos oder Mobbing genutzt - Die Opfer leiden massiv unter diesem Missbrauch Stell dir vor, jemand nimmt dein Profilbild und erstellt so ein Bild. Ohne dein Wissen. Das ist ein massiver Eingriff in die Privatsphäre. ### Warum schreitet die FTC ein? Die FTC sieht hier klare Verstöße gegen Verbraucherschutzgesetze. Denn die Apps täuschen Nutzer oft über ihre Fähigkeiten und Risiken. Außerdem verstoßen sie gegen Datenschutzbestimmungen. "Diese Unternehmen müssen verstehen, dass sie nicht einfach die Rechte anderer verletzen können", sagte ein FTC-Sprecher. Die Behörde fordert die Firmen auf, ihre Praktiken zu ändern. Sonst drohen rechtliche Schritte. ### Was bedeutet das für Deutschland? In Deutschland ist die Rechtslage ähnlich streng. Das Bundesdatenschutzgesetz und die DSGVO verbieten die Verarbeitung von Bilddaten ohne Einwilligung. Und genau das tun diese Apps. Betroffene können sich wehren: - Anzeige bei der Polizei erstatten - Beschwerde beim Landesdatenschutzbeauftragten einreichen - Zivilrechtliche Schritte einleiten Die FTC-Mahnung ist also ein wichtiges Signal. Aber es braucht auch mehr Aufklärung und technische Schutzmaßnahmen. ### Wie schützt du dich? Sei vorsichtig mit deinen Bildern im Netz. Überlege genau, wo du Fotos postest. Und prüfe die Privatsphäre-Einstellungen deiner Accounts. Wenn du betroffen bist, such dir Hilfe. Es gibt Beratungsstellen wie „Hilfe-Info-Schutz" oder „Jugend- und Familienberatung". Du musst das nicht alleine durchstehen. Die FTC hat jetzt gehandelt. Hoffentlich folgen auch andere Länder diesem Beispiel. Denn KI kann viel Gutes bewirken – aber auch viel Schaden anrichten, wenn sie falsch genutzt wird.